Konzert im Dunkeln

Repeat Datum: 
22. Oktober 2016 - 20:00

Was passiert, wenn Klang in unsere Welt eintritt - manchmal heftig und direkt, manchmal melancholisch und aus der Ferne kommend? Klänge können uns gleichzeitig schmelzen und frösteln lassen. Sie können übereinander klettern und kriechen wie Gespräche in einem gut gefüllten Restaurant. Oder sie strecken sich weit auseinander, verhallend wie Stimmen in einem leeren Gebäude. Auch die Stille zwischen den Klängen trägt dazu bei, Musik lebendig werden zu lassen. Wo immer man hinkommt, spricht Stille eine andere Sprache. Und doch ist die Sprache der Stille und der Klänge jedem verständlich, sie spielt ja mit unseren eigenen Gedanken und Empfindungen.

Klänge im Dunkeln schaffen Freiräume für unsere inneren Bilder, Musik lässt uns die Dinge neu erfahren, ja anfassen, betrachten und beschnuppern.

Sie alle sind herzlich eingeladen, in diese Klangwelt einzutauchen. Sigrun Paschke – selbst seit Geburt blind – wird uns hier gemeinsam mit Isabel Neuenfeldt ihre Erfahrung eines besonders intensiven Hörerlebnisses vermitteln.

Geboren in Portugal (1973) und aufgewachsen in Südafrika, lebt und arbeitet sie zur Zeit überwiegend in Berlin. Ihr Musikstudium (Klavier und Orgel) hat sie am Stellenbosch Conservatory of Music in Kapstadt abgeschlossen. Seither hat sie vielfältige Erfahrung als Begleiterin, Solistin und Mitglied von Ensembles in unterschiedlichen Genres wie Klassik, Jazz, Musik des Balkan sowie afrikanische Musik gesammelt.

Isabel Neuenfeldt (Jahrgang 1972) studierte an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und darüberhinaus Gesang in Hamburg und Berlin. Seit 1993 unterrichtet sie Gesang und Akkordeon und ist in Theater, Film und Fernsehen sowie auf Kleinkunstbühnen, auch mit eigenen Produktionen, zu sehen und zu hören.

An diesem Abend spielt Sigrun Paschke kurze eigene Kompositionen für Solo-Klavier, die ihren Ursprung in klassischer Tradition haben, aber auch verschiedene Elemente aus Jazz und Weltmusik enthalten. Zwischen diesen Klavierstücken liest Isabel Neuenfeldt Texte unterschiedlicher Autoren.

Nicht immer müssen wir unseren Augen trauen, trauen wir unseren Ohren! 

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